Petershof

Der Petershof als Sozialpastorales Zentrum liegt mitten in einem Stadtteil „mit besonderem Erneuerungsbedarf“, wie es im unübertrefflichen Behörden-Euphemismus heißt, mitten in Duisburg-Marxloh. Der Duisburger Norden insgesamt, zu dem Marxloh gehört, ist seit vielen Jahren gekennzeichnet durch ungesteuerte große Umbruchbewegungen und unangepackte soziale Ver-
werfungen. 
Die Einrichtung des Sozialpastoralen Zentrums im September 2012 ist eine katholische Reaktion auf diese Herausforderungen und das Fehlen einer klaren und nachhaltigen Perspektive, der Not wirkungsvoll zu begegnen. 
 
Eine Einrichtung wie den Petershof dürfte es in einem der reichsten Länder dieser Welt nicht geben. 
 
Die Arbeit des Petershofs bewegt sich zudem im Kontext einer sich ebenfalls gerade wandelnden Kirche, die sich auch im Duisburger Norden immer weiter zurückzieht. 
 
Mittlerweile nehmen wöchentlich rund 1000 Menschen unsere verschiedenen Angebote rund um St. Peter  in  Anspruch.  Das  reicht  von  der  Gesundheitssprechstunde über den Mittagstisch, Deutschkurse,  Sozialberatung  bis  hin  zu  Jugendgruppen und Netzwerktreffen. Wir haben auch einen kleinen Sportverein gegründet, Eintracht Marxloh. 
 
Gut  100  ehrenamtliche  Helferinnen  und  Helfer sind das Rückgrat des Petershofes und demonstrieren damit deutlich, daß die "Lufthoheit" in man-
chen sozialen Netzwerken erfreulicherweise nicht die Lebenswirklichkeit in Deutschland widerspiegelt. 
Im Petershof arbeiten Menschen aus einem guten Dutzend verschiedener Nationen gemeinsam für die Menschen im Duisburger Norden - und oft weit darüber hinaus. 
 
Die Koordination der Aufgaben hat das Sekretariat des Kath. Gesundheits- und Sozialzentrums Georgswerk Duisburg e.V. übernommen, das, von P. Oliver gegründet und geleitet, seit vielen Jahren im Duisburger Norden unterwegs ist.

Ein kleiner Film über unsere Arbeit ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausgezeichnet ...

 

 

 1. Preis der Deutschen Bischofskonferenz gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus

Pater Oliver Potschien O.Praem. und das von ihm geleitete Sozialpastorale Zentrum Petershof in Duisburg-Marxloh erhalten den mit 5.000 Euro dotierten Opens external link in new windowKatholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, den die Deutsche Bischofskonferenz dieses Jahr erstmals vergibt. Mit dem Preis will die Deutsche Bischofskonferenz ein Zeichen setzen für ein respektvolles Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft. Insgesamt 86 Bewerbungen und Vorschläge für preiswürdige Einzelpersonen und Initiativen sind bei der Deutschen Bischofskonferenz eingegangen.

Erster Preisträger

Pater Oliver Potschien O.Praem. und das Sozialpastorale Zentrum Petershof in Duisburg-Marxloh

„Inmitten eines Stadtteils, der in der öffentlichen Diskussion meist als sozialer Brennpunkt wahrgenommen wird, leisten Pater Oliver und sein Zentrum einen wegweisenden Beitrag für das Zusammenleben von Menschen verschiedener kultureller und religiöser Prägungen“, so der Vorsitzende der Jury und der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Norbert Trelle (Hildesheim).

Mit unermüdlichem Einsatz stehen Pater Oliver und sein Team den Flüchtlingen, Migranten und sozial benachteiligten Menschen in Duisburg-Marxloh zur Seite.
Im sogenannten „Infirmarium“ des Petershofs können sich Menschen ohne Krankenversicherung kostenlos medizinisch behandeln lassen. Darüber hinaus engagieren sich Pater Oliver und der Petershof für eine menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen und helfen ihnen in ihren materiellen und seelischen Nöten. „Pater Olivers Wirken lässt christliche Nächstenliebe, Gastfreundschaft und Barmherzigkeit unter den Bedingungen einer durch Migration geprägten Gesellschaft erfahrbar werden“, so Bischof Trelle.

Der Petershof als Sozialpastorales Zentrum

Der 45-jährige Prämonstratenser aus der Duisburger Abtei Hamborn arbeitet eng mit den Kirchen und Religionsgemeinschaften vor Ort zusammen. Interreligiöser Dialog geht für ihn mit der konkreten Verbesserung der Lebensbedingungen in seinem Stadtteil einher. Das Sozialpastorale Zentrum wurde im September 2012 als Reaktion auf die kirchlichen und sozialen Umbruchbewegungen, die sich im Duisburger Norden besonders deutlich abzeichnen, von Pater Oliver Potschien ins Leben gerufen.

Der Petershof als Sozialpastorales Zentrum liegt in einem Stadtteil „mit besonderem Erneuerungsbedarf“, mitten in Duisburg-Marxloh. Der Duisburger Norden insgesamt, zu dem Marxloh gehört, ist gekennzeichnet durch große Umbruchbewegungen und große soziale Verwerfungen. Die Einrichtung des Sozialpastoralen Zentrums im September 2012 ist eine Reaktion auf diese Herausforderungen im Kontext einer sich ebenfalls gerade wandelnden Kirche. Die Initiative für ein Sozialpastorales Zentrum erwuchs aus der Mitte der Gemeinde St. Peter heraus, die damit aktiver Teil des Prozesses ist. Die beiden zentralen Begriffe „sozial“ und „pastoral“ beschreiben die Hauptrichtung, die der Petershof , wie das Zentrum in Anlehnung an seinen Standort an der St. Peters-Kirche heißt, einschlägt. Diakonal-caritative Arbeit und pastorales Leben gehören dort zusammen.

Preisträger Bündnis für Toleranz und Demokratie

Schutzengel für Kinder

Die Stiftung „Für Kinder“ verlieh am Montag, 10. November 2014, zum zweiten Mal den Preis „Opens external link in new windowSchutzengel für Kinder. Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck überreichte diese Auszeichnung in der Bottroper Lohnhalle vor rund 150 geladenen Gästen an vier Preisträger, die sich in besonderem Maße für Kinder starkmachen. „Ich freue mich über so viel Engagement für unseren Nachwuchs. Den Preisträgern und allen Nominierten gilt meine große Anerkennung“, so der Bischof.

In diesem Jahr ging die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung an den Petershof in Duisburg-Marxloh, an Claudia Schubert, die Leiterin des „Integrationskreises Regenbogen“, und an die Eheleute Ursula und Heinz Paul. Einen Sonderpreis bekam der Fußballer Manuel Neuer, der mit seiner „Manuel Neuer Kids Foundation“ benachteiligten Kindern im Ruhrgebiet Hilfe und Unterstützung bietet. Den Preis nahm Peter Neuer stellvertretend für seinen Sohn entgegen, der die Anwesenden mit einer persönlichen Videobotschaft überraschte.

Mit dem Preis fördert die Stiftung „Für Kinder“ Personen, Initiativen und Organisationen, die sich überzeugend, nachhaltig und beispielhaft in den Bereichen Kinderschutz, Kinderarmut, Förderung oder Partizipation von Kindern engagieren.

Als Gastgeber begrüßte Prälat Dr. Hans-Werner Thönnes, Vorstandsvor-sitzender der Stiftung „Für Kinder“, die Anwesenden. „Wir danken nicht nur den Nominierten, sondern auch all denen, die das Engagement sehen und würdigen und die andere Menschen auf sehr liebevolle und selbstlose Weise für den Preis vorgeschlagen haben.“

Ein besonderer Ehrengast war an dem Abend unter anderem NRW-Landtagspräsidentin Carina Gödecke. In ihrem Grußwort wies sie auf die fortwährende Notwendigkeit hin, sich für die Rechte von Kindern stark zumachen: „Kinder sind nicht nur Geschenk, sie sind auch die Zukunft unserer Gesellschaft. Die Heranwachsenden zu schützen ist deshalb mehr als nur eine Möglichkeit – es ist uns allen eine gemeinsame Pflicht.“

Wer den Preis erhält, beschließt eine Jury. In diesem Jahr zählten zu diesem Gremium neben dem Stiftungsvorstand auch Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Vorstandsmitglied der RAG-Stiftung, und Dirk Opalka, Geschäftsführer des Initiativkreises Ruhr. Sie sichteten die zahlreichen Nominierungen und hatten die schwierige Aufgabe, eine Entscheidung zu treffen.

Nachbarn kochen für Nachbarn

Mittagstisch im Petershof (Bild: Sylvia Brennemann)

Mittagstisch im Petershof (Bild: Sylvia Brennemann)

Das Projekt „Nachbarn kochen für Nachbarn“ des Sozialpastoralen Zentrums Peters-hof in Duisburg Marxloh bietet täglich einen Mittagstisch für ein gemeinsames nach-barschaftliches Mittagessen. In der Küche des Zentrums haben sich zehn Ehrenamt-liche aus dem Stadtteil zusammen gefunden, die jeden Tag ein gemeinsames Mittag-essen frisch zubereiten. Der Stadtteil Marxloh hat mit wachsender Armut zu kämpfen. Für viele ist das tägliche Mittagessen eine finanzielle Entlastung, aber auch eine will-kommene Ablenkung aus der Vereinsamung und Vereinzelung. Zu einem Kostenbei-trag von 1,– € kann in gemütlicher Runde eine warme Mahlzeit eingenommen wer-den, eine abschließende Tasse Kaffee und gute Gespräche inklusive.

Der Petershof wird in der Woche von bis zu 1000 Menschen besucht, die die vielfältigen Angebote (Sprachkurse, Flüchtlingsberatung, Sozialberatung, diverse Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche) in Anspruch nehmen. Die Teilnehmenden sollen sich nicht als Bedürftige wahrnehmen, sondern als Teil einer Gemeinschaft. So empfinden alle Nachbarn ein Gefühl von Zugehörigkeit und erleben sich als gewichtigen Teil der Gruppe.

Preisträger im Wettbewerb „Opens external link in new windowAktiv für Demokratie und Toleranz“ 2017, Preisgeld: 1000€

Sonderpreis für den Bienengarten

WIR – Wohnen im Revier e.V. lobte zum dritten Mal den Opens external link in new windowWIR-Förderpreis aus.
Damit löst der Verein ein Versprechen ein. Er hatte selbst für seine kooperative
Tätigkeit einen Preis gewonnen. Bereits 2012 zeichnete die RAG-Stiftung und der Initiativkreis Ruhr im Rahmen des Ideen-Wettbewerbs Kooperation Ruhr die
Kooperation WIR – Wohnen im Revier mit dem 2. Preis aus. Die
Mitgliedsunternehmen haben sich damals spontan und einvernehmlich
entschieden, dieses Preisgeld wiederum selbst für die Unterstützung von
Menschen und Gruppen zu verwenden, die engagiert im Ruhrgebiet vor Ort in
den Quartieren von Mensch zu Mensch ehren- oder nebenamtliche Arbeit leisten. 
 
Das ist “WIR – Wohnen im Revier”
 
Im Verein “WIR – Wohnen im Revier” haben sich vierzehn kommunal(nah)e
Wohnungsunternehmen mit insgesamt rund 95.000 Wohnungen organisiert. Der
Zusammenschluss gehört damit zu den größten Anbietern von professionell
bewirtschafteten Wohnungen im Ruhrgebiet. WIR hat das Ziel, langfristig die
Qualitäten des Lebensraums Ruhr mitzuentwickeln, sich den Herausforderungen
im Wohnungsbau zu stellen und sich zudem bei der Errichtung von
Infrastruktureinrichtungen zu engagieren.

Einen Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro erhält der Petershof in Duisburg-
Marxloh. Dort kümmern sich Jugendliche in eigener Verantwortung um zwei
Bienenvölker. Den Jugendlichen wird somit die Imkerei nähergebracht, sie lernen
Verantwortungsbewusstsein und etwas über den Schutz der Umwelt und Natur.

Aus zahlreichen Bewerbern wählte die Jury – bestehend aus dem Bochumer
Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, Bernd Kreuzinger, Geschäftsführer
Stiftung TalentMetropole Ruhr und dem WIR-Vorstand – die vier besonderen
Projekte aus, die die Kinder und Jugendlichen in ihren Quartieren fördern und
den Zusammenhalt vor Ort stärken. Oberbürgermeister Thomas Eiskirch
gratulierte den Initiativen und Projekten.

 

Orden

Für ihr herausragendes Engament, auch im Petershof, sind

Dr. Anne Rauhut mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande (Opens external link in new windowBericht) und

Prof. Dr. Klaus Pistor (Opens external link in new windowBericht) mit dem Landesverdienstorden NRW

ausgezeichnet worden.

Petershofer Konsens

Petershofer_Konsens.pdf