Projekt Infirmarium

Es  gibt  viele  Menschen  im  Duisburger Norden,  die  keine  Krankenversicherung haben: Zuwanderer, Flüchtlinge, Menschen
ohne  Papiere.  Da  diese  Menschen  meist kein oder wenig Deutsch sprechen, haben sie oft schon enorme Schwierigkeiten, das tägliche  Leben  bei  uns  zu  meistern.  Im Krankheitsfall wird ihre Lage dramatisch  - ohne  Krankenversicherung  keine  Behandlung. 

Zu  uns  kommen überwiegend Menschen mit Herz-Kreislauf
-Erkrankungen, Anliegen rund um Schwangerschaft und Geburt sowie mit Zahnproblemen. Immer wieder werden auch kranke Kinder zu uns gebracht.

Über zwei Jahre haben wir bis zu 160 Patienten am Tag mit 25 Helfern, davon 6 Ärzten gleichzeitig, hier im Pfarrhaus behandelt.

Ein Skandal in einem der reichsten Länder dieser Erde.

 

Mittlerweile hat uns die "Malteser Migranten Medizin" die Versorgung abgenommen. Das Problem der "nicht-Versicherung" konnte leider trotz unzähliger Gespräche mit Politikern und sonstigen wichtigen Leuten nicht gelöst werden. Es sind immer noch viele Tausend Menschen in Duisburg ohne KRankenversicherungsschutz.

Zum Begriff

Als Infirmarium wird seit dem Mittelalter der Ort eines Klosters bezeichnet, in dem Kranke versorgt und „Armen“ im weitesten Sinne geholfen wird.   
Unter dem Grundsatz „Hospes venit—Christus venit“  (übers.: Im Fremden begegnet dir Christus) wurde dort Menschen unabhängig von Herkunft und Stand geholfen,  wenn staatliche oder gesellschaftliche Fürsorge ausgefallen ist.